Linkspam 7

So, nachdem ich einen quälend langen IELTS-Test hinter mir habe und mein Leben nicht nur mehr aus Arbeit und Testvorbereitungen besteht, konte ich mal wieder einen Blick auf die Bloggerwelt werfen und möchte nun folgende Artikel mit euch teilen:

Carmilla erwähnt in ihrem Post „Einsame Herzen“ den Partnervermittlungswahn, der unsere Asex-Community mittlerweile erreicht hat. Auch mir stellt sich die Frage, wie viele diese Angebote wohl wahrnehmen.

Fiammetta hat in letzter Zeit wieder häufiger Musikschmankerl aus aller Welt geteilt.

Ein neuer deutschsprachiger Blog über A_sexualität ist an den Start gegangen!

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Anmeldung für AktivistA 2016

Das Anmeldeformular für AktivistA 2016 ist nun online!!! Also, ausfüllen, in den Terminplaner eintragen und nach Stuttgart kommen – zahlreich! 🙂

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Neue TV-Reportage über A_sexualität

Eine – wie ich finde – gelungene TV-Reportage von der Sendung PULS des Bayrischen Rundfunks kann nun auf Youtube angeschaut werden.

Die Reportage beginnt mit einem Einblick in gängige, ablehnende und feindliche Meinungen über A_sexualität, die in einigen Punkten Carmillas Bingo! alle Ehre machen. Das daran anknüpfende Interview mit einer Magdeburger A_sexuellen kann diesen Meinungen ganz gut entgegensteuern. Auch eine kurze – allerdings leider auch oberflächliche – Erwähnung der Diversität des a_sexuellen Spektrums ist  enthalten. Für rund 9 Minuten jedenfalls eine positive Bilanz. Und nun, aufrufen und play drücken!

Eine negativer Punkt, den ich ganz gerne anmerken würde, ist, dass der a_sexuellen Gesprächspartnerin abermals (wie in nahezu allen Reportagen über das Thema in Deutschland) Sexszenen aus einem Film vorgespielt werden. Warum???

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Lettisches Lied behandelt A_sexualität

Soweit ich den Text verstehe – und das Video richtig deute, geht es in diesem Lied, um einen Haufen Männer, die aufgrund verschiedener Umstände (Stress mit der Freundin, eine Freundin die fremdgeht etc.) entschließen, a_sexuell zu sein oder gezwungen sind, zumindest an dem einen Abend a_sexuell zu sein und daraus das beste machen. Ich überlasse euch die Interpretation 😉

Den Liedtext konnte ich leider nicht ausfindig machen, was mir die Übersetzung des Liedes erschwert, da mein Leseveständnis deutlich besser ist als mein Hörverständnis (vor allem wenn die Worte mit Musik untermalt sind).Ich werde dies jedoch die Tage mal versuchen.

Im Refrain verkündet der Sänger, dass er a_sexuell ist und es ihm gut geht, er dies nicht verheimlichen möchte, sondern es offen kundgibt. Ganz egal, ob der Sänger wirklich a_sexuell ist und ganz gleich der Intention der Band denke ich, dass dieses Lied für eine verstärkte Wahrnehmung von A_sexualität in dem kleinen baltischen Land steht. Es trägt sogar das lettische Wort für a_sexuell im Titel: „aseksuālis“

 

 

 

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Linkdump – Demisexualität

Über Der Torheit Herberge bin ich auf zwei aufschlussreiche Links über Demisexualität gestoßen:

Eine Sammlung von Artikeln und Informationen über Demisexualität findet mensch auf der Setie des „Demisexuality Resource Center“.

Vice hat im November 2015 den Erfahrungsbericht von Arf Gray publiziert. Dieser ist komplett auf Deutsch.

 

 

 

 

 

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Neuer Aromantik-Blog

Der Torheit Herberge

Neben asexuality.info ist in den letzten Wochen noch eine andere Seite an den Start gegangen, nämlich „We are the Misfits„, deren Zielgruppe ausschließlich aromantische Aces sind.

Bislang sind eine Handvoll interessanter Artikel erschienen, unter anderem ein Aromanti-Bingo.

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Der Untergang des deutschen Journalismus

Dass der Journalismus in Deutschland -aber auch in vielen anderen Ländern – immer mehr dem Reiz-Reaktions-Prinzip folgt, müsste mittlerweile allen aufmerksamen Zeitungsleser_innen und Nachrichtenschauer_innen aufgefallen sein. Neue Tiefpunkte werden seit der Flüchtlingskrise nahezu täglich erreicht. Ein Höhepunkt wurde nun in der Berichterstattung der furchtbaren Vorfälle am Kölner Hauptbahnhof erreicht. Ohne auch nur die Ermittlungen abzuwarten, tönte es aus der Medienriege, ungefähr 1000 Männer nordafrikanischer und arabischer Herkunft hätten die Taten verübt. Natürlich wurde von der CSU und der AFD sofort eine Parallele zu der aktuellen Flüchtlingskrise gezogen. Passiert halt, wenn Unfähigkeit auf Unfähigkeit, Dämlichkeit auf Dämlichkeit sowie intoleranter Populismus auf intoleranten Populismus trifft. Einen sehr guten Kommentar hierzu findet ihr auf dem Blog von Lindwurm.

Ich bin gespannt wie es weitergeht!

 

 

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Before you understood that you were ace, how did you think about things?

The title of this blogpost consists of a question asked by Red Beard Ace in a post published on Friday, 11 December. This simple-looking and yet tricky question made me think about the time before I came across the word „asexual“ on the internet. As an eccentric and self-confident person, I am lucky to say that I’ve never felt completely broken or ill. But even if I have never blamed myself for not being interested in sexual activities – and not even for being  disgusted by it for a long time,  I  had  problems with embracing the simple fact that I am asexual. Why? Well, when your schoolmates start to brag about their sexual adventures and no book or film seems to get along without explicitly describing the sexual encounters of their protagonists, you can’t help but feel alienated. And if nobody feels the way you do, you sometimes question your mental and physical health. Because it is very confusing and gruelling, finding yourself in a society that expresses its sexual desires on a daily basis. And it gets even worse when you fall in love with somebody, fearing to approach this person because you think that, after one or two dates, he_she might rip your clothes off and expects you to make these crazy sounds and movements you know from films and TV-shows. Discovering the word „asexual“ almost 5 years ago really helped me to come to terms with the fact that I’m not a sexual being. Furthermore, the exchange with other asexuals and my Coming Outs to friends and family members lead to a growing self-confidence. Much truth lies in the mantra: „You must love yourself before you can love another person“. And you can only love yourself when you fully understand and accept this „self“.

Last but not least, the knowledge of your asexuality is important as a „negotiation basis“. When I fall in love with a non-asexual person, I can immediately lay it on the line. If I didn’t know the word „asexual“, I couldn’t speak about my needs, or rather my non existing needs. I would have to say every time that I don’t feel like having sex now, which would make a mixed (sexual-asexual) relationship impossible as the sexual partner would feel unwanted and unsatisfied. If the non-asexual person I am dating knows I am asexual and continues to date me, we can start to think about ways of satisfying each other’s needs in a satisfactory way for both of us. Communication is the key in any human relationship. And for a well functioning communication you need….. words!

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Warum der Terrorismus schon gesiegt hat

Als ich gestern gespannt vor dem PC saß, um auf der Webseite der französischen Tageszeitung Le Monde die Rede Francois Hollandes anzuhören, beneidete ich ihn überhaupt nicht für seinen Job. Sein Land war gerade Opfer des tödlichsten Angriffs auf seinem Territorium seit dem zweiten Weltkrieg geworden, nachdem es im Januar bereits schon mal Schauplatz einer brutalen Anschlagsserie geworden war. Zudem ist Hollande schon seit langem sehr umstritten in Frankreich, verliert immer mehr Zustimmung (unter anderem auch an die rechtspopulistische Partei Marine Le Pens, der Front National) und sieht sich vor einer großen Schlappe seiner Partei bei den Regionalwahlen Anfang Dezember gestellt, bei der der FN im Norden gute Aussichten auf einen Sieg hat. Kurz gesagt: Hollande stand unter großem Druck, der derzeitigen innenpolitischen Krise etwas entgegenzusetzen. Wenn mensch momentan die französischen Medien verfolgt, so wird er_sie feststellen, dass es momentan einen großen Konsens zwischen Politiker_n_innen jeglicher Couleur gibt, was die Reaktion auf diese Anschläge angeht: Ausbau des Militär-, Polizei- und Justizapparates, eine Verschärfung der Grenzkontrollen, kurz gesagt verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Alle sprechen von Krieg, der ehemalige Präsident Nicolas Sarkozy sogar indirekt von einem totalen Krieg. Einen interessanten Satz von ihm konnte ich in der digitalen Monde lesen:

Frei übersetzt heißt dies: Die Terroristen haben den Krieg mit Frankreich begonnen. Unser Land darf nicht nachgeben, nicht zurückweichen.
Das Problem ist nur, dass es sich bei dem Gegner nicht um ein anderes Land, sondern um Einzelpersonen handelt, die geographisch sehr verteilt sind und sich nahezu immer  an Orten aufhalten, in denen sich auch unschuldige Zivilist_en_innen befinden. Dass die französische Politik sich im Krieg befindet, wurde durch die direkten Luftangriffe der französischen Armee in Syrien deutlich. Frankreich steht unter Schock und ist in Panik, was verständlich ist. Die Politik sollte diese Panik jedoch nicht weiter aufflammen und überstürzte Entscheidungen treffen. Ich habe oben schon ein wenig die von Hollande angedachten Maßnahmen geschildert. In seiner Rede betonte er immer wieder, dass die Terroristen nicht siegen werden und Frankreich ein freies Land bleibe. Es ist jedoch zu befürchten, dass Frankreich in Reaktion auf diese Terroranschläge genau diese Freiheit der eigenen Bevölkerung beschneidet. Der Ausnahmezustand wird vermutlich diesen Freitag auf 3 Monate verlängert. Hausdurchsuchungen und spontane Verhöre sind dann also noch länger möglich. Hollande sagte in seiner Rede, das französische Volk solle nicht gespalten werden. Aber genau das ist die Gefahr bei diesen Maßnahmen. Denn, wer wird wohl am meisten betroffen sein von verschärften Kontrollen und Durchsuchungen? Und anstatt das Geld in die marode Immigrationspolitik des Landes zu stecken und präventiv gegen den Terrorismus vorzugehen, werden nun Milliarden von Geldern in Defensivmaßnahmen gesteckt, die nur eine Reaktion auf ein bereits vorhandenes Problem darstellen, nicht aber die Lösung. Was die Lösung genau ist, das vermag ich nicht darzustellen. Aber dass Kriegsrhetorik, vermehrte Bombenangriffe auf Städte im Irak und in Syrien und der Ausbau der Datenspeicherung und des Polizei-, Militär- und Justizapparates alles andere als eine gute Lösung, sondern gar verheerend für das französische Volk sein können, davon bin ich überzeugt. Wann werden Justiz, Polizei und Militär tätig? Wenn bereits etwas vorgefallen ist oder kurz davor ist, vorzufallen. Die Ursachen werden dabei überhaupt nicht bekämpft, sondern im Gegenteil noch verschärft. Und all diese Spezialmaßnahmen, das Bilden einer „Sicherheitsmauer“ um sich herum, signalisieren den Terrorist_en_innen, dass sie bereits gewonnen haben. Nichts zerfrisst ein Land mehr, als Panik und blinder Aktionismus. Denn beides führt dazu, dass mensch sich selbst in seiner Freiheit einschränkt. Und das ist genau das, was die Terrorist_en_innen wollen.
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Gesellschaftlicher Druck

Seit zwei Monaten lebe und arbeite ich bereits im südöstlichen Teil Lettlands (in der Nähe Weißrusslands und Russlands),  in einer Stadt, die zum größten Teil russischsprachig ist. Neben der überaus interessanten Sprachsituation, auf die ich in einem anderen Post bald eingehen werde, ist mir eine Sache besonders aufgefallen: Der gesellschaftliche Druck auf junge Menschen, möglichst schnell und früh eine eigene Familie zu gründen. Mit Anfang Zwanzig heiraten und ein Kind bekommen, ist hier keine Seltenheit. Kaum ein Tag verging in den ersten zwei Wochen meines Aufenthaltes, an dem ich nicht an einer Hochzeitsgesellschaft vorbeikam und das Brautpaar auf Anfang Zwanzig schätzte. Und meine Kursteilnehmer_innen (ich gebe unter anderem Deutsch- und Englischunterricht an Rentner_innen) fragten mich direkt in der ersten gemeinsamen Stunde, ob ich schon eine eigene Familie hätte. Fragen nach dem eigenen Beziehungsstatus sind auch in Deutschland sehr üblich. Insbesondere Großeltern stellen schon mal ganz gerne die Frage, ob mensch denn jetzt mittlerweile einen Freund oder eine Freundin hat, und seltsame Verkuppelungsversuche seitens Freund_e_innen oder Kolleg_en_innen sind auch keine Seltenheit im westlichen Europa. Aber dass mensch mich, eine 22-jährige Studentin bzw. moment Freiwillige, fragt, ob ich schon eine eigene Familie hätte, erstaunte mich dann doch sehr. Zumal in Deutschland eher negative Vorstellungen mit jungen Eltern verbunden werden. Wer hier wie ich 22 Jahre alt ist und keine_n Freund_in hat, dem wird schnell Mitleid – vor allem das der älteren Bevölkerung – zuteil. Die Mitbewohnerin einer anderen Freiwillige (23 Jahre alt) versuchte diese sogar mit jungen, englischsprachigen Männern zu verkuppeln, was dann schon mal zu peinlichen Zusammentreffen bei sich im Wohnzimmer führte, bei einem dieser sogar mal der Vater des jungen Mannes anwesend war 🙂

Manchmal muss mensch ins Ausland gehen, um zu verstehen, wie gut er_sie es in manchen Punkten in seinem_ihrem Heimatland hat. Ich bin zwar der Meinung, dass Singles in Deutschland – und eigenlich auf der ganzen Welt – schikaniert werden (eine Einzelperson zahlt für ein Hotelzimmer mehr als zwei Personen, in der Werbung werden uns zig Dating-Plattformen um die Ohren gepfeffert, wenige Filme zeigen glückliche Singles, kaum ein Song verzichtet auf das Thema „Liebe“ etc.), aber ich  wurde noch nie so häufig von Leuten persönlich über meinen Beziehungsstatus abgefragt wie hier.

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