Ein Wochenende in der litauischen Hauptstadt

Bevor ich von meinen Leser_innen für Tod erklärt werde, melde ich mich nach mehr als einem Monat des Nichtschreibens aus der Versenkung zurück: Taddaaaaa!

Mehrere Reisen liegen seit meinem letzten Post hinter mir und eine Erkundung  fremder Kulturen, Städte und Länder möchte ich gerne mit euch teilen: Vilnius!

Diese kleine, europäische Hauptstadt zählt gerade einmal knapp über 500.000 Einwohner und wartet auf mit überaus angenehmen Preisen und einem prächtigen Stadtbild. Im Südosten Litauens gelegen, befindet sich die Stadt unweit der Grenze zu Weißrussland und auch nach Lettland ist es nicht mehr weit (ca. 2 Stunden mit dem Bus). Während Riga die bevölkerungsreichste Hauptstadt des Baltikums ist (mit knapp über 700.000 Einwohnern), ist Vilnius die flächenmäßig größte Stadt des Baltikums. Eine halbe Millionen Menschen verteilen sich auf ca. 400 km². Eine sehr große Fläche, wenn man bedenkt, dass Paris (ohne die sogenannte aire urbaine) nur über eine Fläche von 105,40 km² verfügt, auf diesem Terrain sich jedoch über 2 Millionen Menschen tummeln!!! Dementsprechend angenehm ist auch ein Fußmarsch durch die Stadt. Alles ist gut zu Fuß zu erreichen. Auf öffentliche Verkehrsmittel muss selten zurückgegriffen werden und falls es mal dazu kommen sollte, ist dies finanziell kein Beinbruch, denn für eine halbstündige Busfahrt musste ich läppische 50 Cent auf den Tisch legen. Wie es bei Riga auch der Fall ist, ist auch Vilnius teurer als andere Städte des Landes. Verglichen mit westeuropäischen Hauptstädten sind die Preise aber auch in Vilnius mehr als human.

Wer das Glück hat, in nächster Zeit nach Vilnius fahren zu können, dem seien folgende Tipps gegeben:

Sehenswürdigkeiten:

Literatu Street: Eine Straße, in der Kunstwerke an den Wänden der Häuser hängen. An einer Wand findet man Hommages an internationale Künstler_innen, die Vilnius besucht oder in der Stadt für eine Zeit gelebt haben.

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Gediminas-Turm: Auf einem kleinen Berg gelegen, welcher eigentlich eher ein Hügel ist, aber von den Litauern als Berg bezeichnet wird (was vermutlich daran liegt, dass es in Litauen so gut wie keine Berge gibt), können Besucher_innen nach einem kleinen, aber feinen Aufstieg einen prächtigen Ausblick auf die Stadt genießen. Für 2 Euro Eintritt kann man zudem noch eine kleine Ausstellung über die Geschichte des oberen Turmes besichtigen. Ein Video über den Baltischen Weg wird ebenfalls gezeigt – sehr bewegend!

Der

Der „Gediminas-Berg“

Užupis:  ein kleiner, verrückter Stadtteil von Vilnius, der als eine Künstlerkolonie bezeichnet werden kann. Am 1. April 1997 erklärte sich der Stadtteil für unabhängig. Die Bewohner_innen schrieben sogar eine äußerst ulkige Verfassung, die Besucher_innen nun in mehr als 10 Sprachen in diesem Stadtteil durchlesen können.

Die Verfassung auf Italienisch

Die Verfassung auf Italienisch

Altstadt: Die Altstadt von Vilnius ist zugleich auch das Zentrum der Stadt. Sie ist die größte barocke Altstadt des Kontinents und wirkt mit ihren vielen, kleinen und schnuckeligen  Cafés sehr einladend!

Café

Vegafé: Absolutes Muss für alle Vegetarier_innen und Gourmets! Leckere Smoothies, indisches Essen und Lassis!!!

Mein Mittagessen

Mein Mittagessen

Restaurant

Būsi Trečias: rustikales Restaurant mit traditionell litauischer Küche. Ich habe mir ein Kaimiska bestellt, eine Pfanne mit gebratenen Chips (!!), Gurken, Pilzen, Lauch, Zwiebeln und einer cremigen Sauce. Erstaunlicherweise sehr lecker 🙂

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Kamiska

Das Restaurant

Das Restaurant

Es gibt so viel über Vilnius zu erzählen. Aber alles möchte ich euch hier nicht offen legen. Schließlich sollt ihr selbst diese schöne Stadt entdecken!!

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