Serie: Parks and recreation

Nach langer Zeit der Serienabstinenz bin ich wieder suchtend als Serienjunkie unterwegs. Das Objekt meiner Begierde: Parks and recreation, eine grandiose und übertrieben lustige US-amerikansiche Serie über die Mitarbeiter einer unbedeutenden Abteilung des Rathauses einer ebenso unbedeutenden Kleinstadt im US-Bundesstaat Indiana, genannt Pawnee (der Ort ist rein fiktiv). Die Serie zeigt den Alltag der übereifrigen, stets auf Strom stehenden Leslie Knope, die sich als stellvertretende Leiterin des Grünflächenamts einem großen Projekt verschrieben hat: Den Bau eines Parks, der an die Stelle einer seit geraumer Zeit brachliegende Baugrube treten soll. Bei diesem Projekt stößt sie nicht nur auf finanzielle Probleme (sie muss insgesamt 35.000 Euro auftreiben), sondern auch auf die absolute Lethargie ihrer Kollegen, insbesondere die ihres Vorgesetzten Ron Swanson, dessen Arbeitsmoral arg zu wünschen übrig lässt. Auch ihre Mitarbeiter_innen sind ihr nicht gerade eine Hilfe. Ihr Assistent Tom Haverford ist ein selbsteingebildeter Frauenheld, der seine Tätigkeit für die Stadt als Sprungbrett für seine „Geschäftsideen“ ansieht und nur zu motivieren ist, wenn eine Aufgabe das Kennenlernen schöner Frauen möglich macht. Was Gerry und Donna so machen, darüber kann der_die Zuschauer_in nur grübeln. Und dann wäre da noch die Praktikantin April, mein Lieblingscharakter 🙂 April hat so viel Charme und Pepp wie Angela Merkel nach dem Einnehmen von Tranquilizern – weniger als gar nicht. Begeisterung ist für sie ein Fremdwort. Es ist vor allem der Kontrast zwischen ihr und Leslie, der mich jedes Mal zum Lachen bringt. Zudem bin ich felsenfest davon überzeugt, dass jede_r, die_der schon einmal ein Praktikum* gemacht hat, sich sehr gut in diesen Charakter hineinversetzen kann.

Anne und Andy dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben. In der liebenswerten, gutmütigen Krankenschwester Anne findet Leslie ihre einzige wahre Verbündete, die tatkräftig am Projekt mitwirkt – welches sie überhaupt in die Wege geleitet hat. Es war der Unfall ihres Freundes Andy, der der Auslöser für das Projekt „Parkbau“ war. Anne und Leslie zufolge, sollte sich nie mehr jemand aufgrund dieser Baugrube wehtun. Der Parkbau wird somit für Beide zur Lebensaufgabe.

Parks and recreation ist nicht nur eine Parodie auf die US-amerikanische Kleinstadtpolitik, sondern enthält auch viele Anspielungen auf die nationale Politik und Gesellschaft. Zudem tritt sie in die Fußstapfen von „The Office“** als eine hervorragende Mockumentary.  Im Stil einer fiktionalen Dokumentation vermischt diese Sitcom auf wunderbare Weise Ironie, Sarkasmus und Zynismus und zeigt eine Amy Poehler (Saturday Night Live) in Höchstform. Doch die Großartigkeit dieser TV Sitcom liegt nicht nur an Poehler. Jeder einzelne Charakter hat seinen Charme und seinen ganz eigenen Witz. Dabei ist es vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, die diese Serie zu einem echten Schmankerl macht. Da die Episoden nur ungefähr 20 Minuten, lassen sie sich  wunderbar als „Pausenhäppchen“ anschauen.

Liebe_r Leser_in,

falls du diese Serie noch nicht angeschaut hast, emp(be)fehle ich dir hiermit ausdrücklich, sie zu schauen!

Liebe Grüße

Tschellujek

*Ich spreche hier nicht von „Praktikum“ als einer vollen Arbeitsstelle, die nur als Praktikusmstelle ausgeschrieben wird, damit jemand für 400 Euro einen Job machen kann, der eigentlich mit mindestens 1600 Euro netto vergütet sein müsste!

** Jene britische Erfolgsserie, die in Deutschland unter dem Namen „Stromberg“ adaptiert wurde.

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