Wie wahr…

„Wir müssen niemandem erklären, dass es Rassismus (immer noch) gibt, dass er ein strukturelles Problem ist und nicht nur physische Gewalt bedeutet“

Diesen Satz habe ich einem Artikel der Online-FAZ entnommen (danke Tripmadam an dieser Stelle 🙂 ) und sofort kopiert, um ihn hier auf meinem Blog durch die V-Taste bei mir zu verbreiten. In dem Artikel geht es um ein Treffen schwarzer Kulturschaffender in Deutschland. Dabei wird auch auf die Berliner Kongokonferenz von 1884/85 eingegangen, zum Gedenken derer dieses Zusammentreffen ins Leben gerufen wurde. Das Zitat stamt aus der 3. Textpassage, in der die Verfasserin des Textes die „Vorteile einer Diskussion [beschreibt], bei der Weiße draußen bleiben müssen […]“. Ich musste beim Lesen prompt an all die Talkshowgäste (bei Anne Will, Maybrit Illner etc.) denken, die keiner Minderheit angehören, aber vor der Kamera uns erklären, es gäbe heutzutage keine Ausgrenzung und Diskriminerung gegen bestimmte Minderheiten mehr. Meist folgt auf diese Aussage die Anschuldigung, wir würden uns, indem wir uns in Vereinen und Organisationen zusammenschließen, selbst ausgrenzen und uns von der Mehrheitsgesellschaft bewusst und willentlich abgrenzen. Daher  können wir nicht genug unterstreichen, dass mensch nicht erst einen auf die Fresse bekommen muss, bevor er das Bedürfnis entwickelt, Leute zu treffen, denen er sich nicht erklären und rechtfertigen muss und von denen er als „normal“ angesehen wird.

Kleine Randbemerkung: Die „Exotisierung“ schwarzer Autor_en_innen auf dem Buchmarkt, die ebenfalls hier in diesem Artikel geschildert wird, ist wirklich zutiefst erschreckend. Unser Rezeptionsverhalten scheint langlebig von Stereotypen und Vorurteilen durchzogen zu sein.

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Eine Antwort zu Wie wahr…

  1. Carmilla DeWinter schreibt:

    Merci, werde da mal vorbeischauen.

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