Indienreise: 4 Tage vor der Abreise

Drei Wochen lang habe ich in einer Fabrik geschuftet, die Lebensmittel herstellt und verpackt. Drei Wochen habe ich am Fließband gestanden und mir die Murmel mürbe gearbeitet. Ich habe gelernt, wie mensch Tortelloni-Packungen in Kartons – 8 Stunden lang und mitten in der Nacht (22-6 Uhr) – hievt, wie fette Braten in eine poröse Folie geschoben werden, wie mensch Käse über Ofentortelloni streut, Würste schnell und effektiv von ihrer „Nabelschnur“ befreit und dabei geistig nicht vollkommen verkümmert (Tagträumerin zu sein, hat durchaus seine Vorteile).  Hätte ich nicht die Aussicht auf meine einmonatige Indienreise gehabt, hätte ich vermutlich schon nach der ersten Woche abgebrochen. Aber nun hat das Leiden ein Ende. Mein letzter Arbeitstag ging heute zu Ende und der Flieger, der Yannic und mich nach Mumbai bringen wird (nach einem „kurzen“ Abstecher in Dubai), wird schon am Montagabend vom deutschen Boden abheben. Neben mir steht momentan eine Tüte voller Medikamente und Hygieneartikel, die vermutlich den Großteil meines Trekking-Rucksackes ausfüllen werden. Der sperrigste Gegenstand wird wahrscheinlich meine kleine Salatschüssel sein, die ich als mobiles Waschbecken mitnehmen werde, um in ihr meine Handwäsche zu verrichten. Sofern ich sie in mein Gepäck integrieren kann, ist mir dies lieber als saubere Waschbecken suchen oder dreckige Waschbecken desinfizieren zu müssen. Hatte ich in den letzten Wochen noch ein paar Nervositätsattacken (was hauptsächlich daran liegt, dass fast alle Leute mir  mit besorgter Stimme sagen, ich solle GUT auf mich aufpassen *nerv*), so bin ich nun ganz zen und voller Vorfreude auf meine bislang exotischste Reise. Außer für die ersten drei Tage, die wir bei einem Mann und seiner Mutter in Mumbai verbringen werden, haben wir noch keine genaue Reiseroute geplant und auch keine weiteren Unterkünfte gebucht. Wir wollen frei von jeglichen Verpflichtungen sein und unsere deutsche Neigung, alles weit im Voraus organisieren zu müssen, für zumindest einen Monat ablegen. Manchmal macht mich der Gedanke an diese Ungewissheit nervös. An anderen Tagen spricht  in mir jedoch die Abenteurerin und ich freue mich tierisch auf diese völlige „Ungeplantheit“.  Letztendlich werde ich ja auch nicht alleine fahren und mit Yannic habe ich einen sehr entspannten Mitreisenden ;). Dieser hat auch bereits einen tollen Blogartikel über unsere bevorstehende Reise geschrieben, in dem er auch eine Skizze unserer (bisher noch nicht erstellten) Reiseroute erstellt hat.

Ich weiß nicht, wie häufig wir im kommenden Monat ins Internet kommen werden. Falls wir lange genug Zugang zum Netz haben, werden wir vielleicht mal einen Zwischenbericht posten und diesen mit schönen Bildern unterlegen. Yannic hat zwei Kameras im Schlepptau, sodass wir sicherlich keinen Mangel an visuellen Souvenirs haben werden. Ansonsten wird sich die Aktivität dieses Blogs im Monat September gen Null bewegen, es sei denn Steffi findet die Zeit und Lust, euch von ihren zahlreichen tollen Reise, dem irischen Studiensystem und und und zu berichten 😉

Bis dahin wünsche ich euch eine wundervolle Zeit! Kostet das Leben maximal aus und schreckt nicht davor zurück, euch ins Abenteuer zu stürzen 😉 Das Leben ist zu kurz, um seine Ziele aus Angst vor dem Unbekannten aus dem Auge zu verlieren!

Fir milenge!

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Über tschellufjek

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2 Antworten zu Indienreise: 4 Tage vor der Abreise

  1. Carmilla DeWinter schreibt:

    Ich wünsche eine wunderbare Reise, und bin auf den Bericht gespannt.

  2. tschellufjek schreibt:

    Vielen Dank! Notizblock ist vollgeschmiert mit Eindruecken und Erlebnissen. Morgen werde ich dann am Flughafen genuegend Zeit haben fuer einen vorlaeufigen Bericht!

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