Jeudi du port, 24.07.2014

Am Donnerstag verwandelte sich der Brester Hafen mal wieder in eine riesige Schaubühne und Fressmeile. Menschen aller Altersklassen strömten ab 18 Uhr in Richtung Hafen, was einen irren Stau vom Stadtzentrum bis zum Meer erzeugte. Die Stimmung war dennoch ausgelassen und fröhlich, alte und junge Leute feierten Seite an Seite den Start in dieses grandiose und allwöchentlich stattfindende Musik- und Straßentheaterfestival. Ich war dieses Jahr verabredet mit meiner internationalen Freundeschar. Das Straßentheater ließ ich dieses Jahr komplett aus und schaute mir die drei Bands an, die an diesem Abend das Publikum beglückten. Da ich erst um 20 Uhr am Hafen ankam, verpasste ich den Großteil des Konzertes der Brester Band Stokolm, die in den 30 Minuten, die ich sie sah, eine beeindruckende Bühnenshow präsentierte. Zudem war die Musik tanzbar und die Stimme des Sängers angenehm. Eine Freundin von mir schien diese Band schon länger zu kennen und grölte begeistert mit, was diesem Konzert noch einen besonderen Touch verlieh 🙂 Anschließend frönte die Band Soviet Suprem eine halbe Stunde lang ihr Lieblingsgetränk (Wodka) unterlegt mit wunderbaren baltischen Klängen. Da mir die baltische Musik allgemein gut gefällt, fand ich diese Band super. Die letzte Gruppe war jedoch nicht mein Ding, weshalb ich den Hafen ein wenig früher als geplant verließ. Elektronische Musik finde ich nicht uneingeschränkt schlecht, solange sie eine gewisse Melodie hat und nicht aggressiv klingt. In diesem Falle hörte ich nur einen extrem lauten Bass und elektronische Töne, die den Gesang bei Weitem übertönten und zudem relativ monoton waren.

Es war zwar bei Weitem nicht der beste jeudi du port, dem ich beigewohnt habe, aber dafür, dass der Abend kostenlos, das Bier günstig und die Leute um mich herum nett waren, verbrachte ich dennoch einen schönen warmen Abend!

Das musikalische Programm der nächsten drei Abende klingt super und ich bin traurig darüber, dass ich an diesen Abenden nicht dabei sein kann. So spielen am kommenden Donnerstag eine katalonische Rumba/Reggae-Band aus Katalonien (Txarango) und eine jamaikanische Band namens The Jolly Boys. Ich bin zwar kein großer Reggae-Fan, aber freue mich immer über exotische Live-Musik. Besonders traurig bin ich über meine Abwesenheit am 14. August. An diesem Donnerstag treten der südafrikanische Folk- und Rocksänger Johnny Clegg und eine französische Band namens La Mal Coiffée auf, die, laut Zeitung, auf Okzitanisch singt. Ein klarer Fall für Fiammetta also 🙂

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2 Antworten zu Jeudi du port, 24.07.2014

  1. Hihi, ich habe gerade auf der Straße einen Typen gesehen, der ein T-Shirt mit einem Slogan auf Okzitanisch trug, habe mich aber nicht getraut, ihn anzusprechen (er war mit einer größeren Gruppe unterwegs).
    Ja, das Festival klingt gut. Livemusik ist nie verkehrt und am Meer habe ich so etwas noch nie erlebt, höchstens am See.

    • tschellufjek schreibt:

      Irre, worüber wir so stolpern im Alltag 🙂 Ich hoffe mal, dass er den Spruch auch selbst versteht (anders als viele Inhaber von Tatoos chinesischer Schriftzeichen..).

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