A sexual life – eine kurze Doku über Asexualität

Beim allwöchentlichen Durchstöbern des Linkspams der Asexual Agenda bin ich auf eine 6-minütige Doku über eine junge asexuelle amerikanische  Tänzerin gestoßen.  Diese erzählt über ihr Coming-Out, die Reaktionen ihres Umfeldes und wie ihre sexuelle Orientierung sich auf ihr Privatleben auswirkt.

In dieser Doku wird  mit einigen Klischees aufgeräumt. Zunächst kommt hier eine professionelle Tänzerin zu Wort, jung, hübsch und einen Sport ausübend, der häufig als erotisch und sinnlich angesehen wird*. Zudem wird erwähnt, dass Asexualität nicht auf einer körperlichen Dysfunktion beruhen muss, wobei die junge Tänzerin auf einen entscheidenden Punkt hinweist: Geist und Körper gehen nicht immer in die ein und dieselbe Richtung. Sie fügt dabei hinzu, dass sie sich einer Person beim Sex nicht mehr nahe fühlt. Für sie ist der Sex nicht Teil der körperlichen Intimität.

Obwohl die interviewte Frau hier auch die Angst äußert, aufgrund ihres fehlenden Interesses an Sex keine langfristige romantische Beziehung aufbauen zu können, halte ich diese Doku alles in allem für sehr aufbauend. Sie macht auf die Schwierigkeiten vieler Asexueller aufmerksam, ohne den_die Zuschauer_in in einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit zu lassen.

 

* Das soll nicht heißen, dass nur hübsche Asexuelle der Öffentlichkeit präsentiert werden müssen. Was bedeutet „hübsch“, was „hässlich“ und wer entscheidet dies? Für die Normalisierung einer sexuellen Orientierung, die immer mal wieder die Reaktion „Der/die kriegt doch niemanden ab und versteckt sich deshalb hinter dem Begriff der Asexualität“ auf sich zieht, ist es jedoch nicht unbedingt förderlich, wenn beispielsweise ein  einsamer Mitvierziger als Beispiel ausgewählt wird, der dann auch noch so grauenhaft in Szene gesetzt wird, dass ihm auch gleich die Bauchbinde „Loser“ hätte verpasst werden können.

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